Samstag, 11. Juli 2009

Ladies Take-over Friday in Frankfurt

Seit mehr als ein Jahr organisieren zwei Lesben in Frankfurt ein offenes Abend für Lesben - jeden zweiten Freitagabend im Monat. Die Idee stammt aus den Vereinigten Staaten und heisst "Take-over Friday." Take-over bedeutet "belegen, besitzen, übernehmen" - in diesem Sinn bedeutet es, dass jeden Monat ein anderes Lokal ausgewählt wird, es wird im Internet bekannt gegeben und dann "fallen" die Lesben ein. Dies wird vorher mit dem Lokal abgesprochen, Tische werden reserviert.

Ab 20 Uhr geht es in der Regel los. Es gibt kein Program, nur die Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Bedienung kassiert normalerweise sofort, so dass alle Frauen sich frei bewegen können. Das Lokal ist nicht für andere Gäste geschlossen, es ist nur, dass die Lesben/Frauen in der Überzahl sind.

Ich habe vor einige Monate teilgenommen, und dann wieder gestern Abend. Einige vertraute Geschichter waren wieder dabei, und viele Frauen die für mich unbekannt waren. Ich hatte angeregt, dass einige Lesben die an der Fachhochschule in Frankfurt arbeiten gemeinsam hingehen. Für alle waren es das erste Mal teilzunehmen. Es war sehr schön Zeit zu haben informell miteinander zu sprechen. Am Anfang war es recht laut in den großen Lokal - später haben wir uns draußen in den großen Garten hingesetzt. Es war ein wenig kühl, aber es regnete nicht!

Es ist nicht leicht ein Zahl zu nennen aber ich denke, dass es 80 - 100 Frauen waren. Das ist einfach schön!

Falls Ihr regelmässig sehen wollen wo das nächste Treffen sein wird, hier ist der Link: http://www.ladies-lounge.org/

1 Kommentar:

Iris-RLP hat gesagt…

Wie schön, dass es solch eine Gelegenheit in Frankfurt gibt und dass das Engagement der Organisatorinnen auf fruchtbaren Boden fällt!
Ich habe vor längerer Zeit ein Treffen für ehemals heterosexuell lebende Frauen organisiert; das war mit mehr Stress verbunden, als all meine beruflichen Aktivitäten! Zunächst wurde das Treffen mit Begeisterung angenommen, dann kamen die Absagen bis tatsächlich zur letzten Minute: Angst, gesehen zu werden, Angst, alleine ein (völlig neutrales) Lokal zu betreten (auch ein Abholen meinerseits in der Nähe wurde abgelehnt), Angst, dass die Angebetete doch noch gerade an diesem Abend anrufen könnte etc. etc. Wir hatten dann zwar in einer kleinen Gruppe einen schönen Abend, aber ein zweites Treffen habe ich nicht organisiert.
Daher: Meine Hochachtung vor den Organisatorinnen!