Diese Woche habe ich ein Posting von Leslie Feinberg gelesen das am 14. Januar 2011 geschrieben wurde. Feinberg wurde bei der Geburt als "Frau" definiert, hat später diese Identität abgelegt und lebt seit vielen Jahren als Transgendered Person. In ihrem Text setzt sich Feinberg mit Catherine Ryan Hyde auseinander, die vor Kurzem einen Jugendroman über eine Transgender-Hauptfigur geschrieben hat. Da sie Feinbergs biologische jüngere Schwester ist, behauptet sie "Insider"-Wissen zu besitzen und mit einem "transgender"-Geschwister aufgewachsen zu sein. Feinberg bestreitet, dass Hyde ein Recht hat, sich als "Familie" zu definieren - und legt offen, dass sie seit Jahrzehnten keinen Kontakt mehr zu Mitgliedern ihrer biologischen Familie wünscht - ein Wunsch, der immer wieder nicht respektiert wird. Sie wehrt sich gegen den Versuch, das Leben das sie (Feinberg) gelebt hat umzudeuten. (Siehe http://leslie-feinberg.tumblr.com/post/2748305376/while-a-hostile-relative-re-writes-my-life-who-is)
Unsere Gesellschaft gibt der (biologischen) "Familie" Rechte wo eventuell keine Rechte berechtigt sind. Lesben, Schwule, und transgendered Persons müssen Strategien entwickeln, um in vielen Situationen zu versichern, dass ihre Wahlverwandten die Rechte bekommen, die sie wünschen. Auch eine Verpartnerung schützt nicht unbedingt vor unerwünschten und unliebsamen Übergriffen der "Familie."
Zurzeit erlebe ich aber eine andere Seite dieser Frage, dass eine ungewöhnliche „Familie“ Stärke zeigen kann: Mein ehemaliger Mann, der Vater meiner Kinder, ist schwer krank; die Diagnose hat ihn und uns alle vor einigen Tagen überrascht. Die Kinder bemühen sich, ihn und seine Partnerin zu unterstützen, zusammen mit ihnen zu überlegen welche Schritte eingeleitet werden können und sie dabei zu begleiten. Und ich, obwohl fast 20 Jahre von ihm geschieden, bin auch von seiner Krankheit sehr betroffen.
Unsere Gesellschaft gibt der (biologischen) "Familie" Rechte wo eventuell keine Rechte berechtigt sind. Lesben, Schwule, und transgendered Persons müssen Strategien entwickeln, um in vielen Situationen zu versichern, dass ihre Wahlverwandten die Rechte bekommen, die sie wünschen. Auch eine Verpartnerung schützt nicht unbedingt vor unerwünschten und unliebsamen Übergriffen der "Familie."
Zurzeit erlebe ich aber eine andere Seite dieser Frage, dass eine ungewöhnliche „Familie“ Stärke zeigen kann: Mein ehemaliger Mann, der Vater meiner Kinder, ist schwer krank; die Diagnose hat ihn und uns alle vor einigen Tagen überrascht. Die Kinder bemühen sich, ihn und seine Partnerin zu unterstützen, zusammen mit ihnen zu überlegen welche Schritte eingeleitet werden können und sie dabei zu begleiten. Und ich, obwohl fast 20 Jahre von ihm geschieden, bin auch von seiner Krankheit sehr betroffen.
Diese Woche haben meine Freundin (die beruflich Erfahrungen hat, die ihm nützlich sein können) und ich uns mit ihm, seiner Partnerin und einem Teil der Kinder getroffen, um Alternativen zu diskutieren. Ich fühle mich als Teil seiner "Familie" und bin froh, dass seine Partnerin mich auch so akzeptieren kann und dass sie sich von mir und meine Freundin, sowie von den Kinder getragen fühlt. Die kommenden Wochen, evtl. Monate, werden sehr hart sein, besonders für ihn, aber für uns alle. Ich bin dankbar, dass die Beziehungsarbeit der letzten Jahre, die Arbeit, die wir in der Trennung und die Scheidung, sowie in die Familienbegegnungen über die letzten Jahre investiert haben, uns jetzt erlaubt, dieser harten Zeit so gut wie möglich gemeinsam zu begegnen.
Träume in den erwachenden Morgen: Stone Butch Blues, 3. Auflage 2008, Berlin: Verlag Krug & Schadenberg
http://www.emma.de/hefte/ausgaben-1999/november-dezember-1999/der-lange-weg-der-leslie-feinberg-6-99/
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